Häufige Fehler beim Arbeiten mit Sojawachs

Zu hohe oder zu niedrige Gießtemperatur

Einer der häufigsten Fehler beim Arbeiten mit Sojawachs ist das Gießen bei falscher Temperatur. Zu heißes Gießen kann Luftblasen, Frosting oder glänzende Oberflächen verursachen, während zu kaltes Gießen zu Schrumpfung, Löchern oder ungleichmäßigen Texturen führt. Mit einem Thermometer und der richtigen Gießtemperatur werden die Ergebnisse deutlich gleichmäßiger.

Falsche Dochtwahl

Der Docht beeinflusst maßgeblich das Brennverhalten der Kerze. Ein zu dicker Docht führt zu einer großen Flamme, Rauch oder Rußbildung, während ein zu dünner Docht Tunneling verursacht. Sojawachs ist dafür anfälliger als manche andere Wachse, daher lohnt es sich, Baumwoll- oder Holzdochte auszuprobieren. Der richtige Docht verbessert Brenndauer und Duftabgabe erheblich.

 

Zu viel oder zu wenig Duftöl

Viele Einsteiger verwenden entweder zu wenig oder zu viel Duftöl. Zu wenig Duft führt zu schwacher Duftabgabe, während zu viel Öl die Struktur des Wachses beeinträchtigen oder Austreten verursachen kann. Für Sojawachs liegt der ideale Duftanteil meist zwischen 6–10%, je nach Duftöl und Projekt. Genaues Abwiegen ist daher wichtig.

 

Zu frühes Entformen oder zu kurze Curing-Zeit

Sojawachs braucht Geduld. Oft wird die Kerze zu früh aus der Form genommen, wodurch feine Details brechen oder sich verformen. Außerdem benötigt Sojawachs eine Curing-Phase, meist von einigen Tagen bis zu zwei Wochen, damit Duft und Struktur vollständig stabilisieren. Geduld führt zu besserem Brennverhalten und stärkerer Duftabgabe.

 

Fehlende Nachbearbeitung & Surface-Fixing

Kleine Unregelmäßigkeiten sind typisch für handgemachte Kerzen, doch viele Anfänger wissen nicht, dass sie sich korrigieren lassen. Mit einer Heißluftpistole kann man Oberflächen glätten, Frosting mildern und kleine Vertiefungen ausgleichen. Ein paar Minuten Nacharbeit verleihen dem Endprodukt einen deutlich professionelleren Look.