Wenn Sie selbst Kerzen herstellen, begegnen Sie früher oder später dem Inhaltsstoff Stearin. Doch was genau ist das und brauchen Sie es wirklich? In diesem Beitrag erklären wir es einfach und verständlich und zeigen Ihnen, wie Sie Stearin nutzen können, um bessere Kerzen herzustellen.
Was ist Stearin?
Stearin, auch Stearinsäure genannt, ist eine Fettsäure, die meist aus pflanzlichen Ölen wie Palmöl gewonnen wird. Es wird häufig in der Kerzenindustrie verwendet, da es die Eigenschaften von Kerzen deutlich verbessert. In seiner reinen Form ist Stearin ein weißer Stoff, der sich gut mit verschiedenen Wachsarten wie Paraffin und Sojawachs mischen lässt.
Warum Stearin in Kerzen verwenden
Stearin ist nicht zwingend notwendig, kann aber einen großen Unterschied in der Qualität Ihrer Kerzen machen.
Es macht Kerzen härter, sodass sie ihre Form besser behalten. Das ist besonders bei weicheren Wachsarten hilfreich.
Außerdem sorgt Stearin dafür, dass Kerzen langsamer und gleichmäßiger brennen, was die Brenndauer verlängert.
Auch das Aussehen wird verbessert. Stearin verleiht eine matte Oberfläche und hilft, Schrumpfrisse zu reduzieren.
Wenn Sie Duftstoffe verwenden, unterstützt Stearin dabei, den Duft besser zu binden und gleichmäßig beim Abbrennen freizusetzen.
Wofür kann man Stearin verwenden
Stearin wird in verschiedenen Kerzenarten eingesetzt. Bei Formkerzen bzw. freistehenden Kerzen ist es nahezu unverzichtbar, da es für Stabilität sorgt und das Entformen erleichtert. Auch bei Kerzen in Gläsern oder Behältern kann eine kleine Menge Stearin helfen, die Oberfläche zu glätten und die Duftabgabe zu verbessern. Für dekorative Kerzen mit Formen oder Details sorgt Stearin für schärfere Kanten und Strukturen.
Wie viel Stearin sollte man hinzufügen
Die benötigte Menge hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Für eine leichte Verbesserung von Härte und Oberfläche reichen etwa fünf bis zehn Prozent. Für stabile Stumpenkerzen werden häufig zehn bis zwanzig Prozent verwendet. Für spezielle Anwendungen kann der Anteil bis zu etwa fünfundzwanzig Prozent betragen. Wichtig ist, immer zu testen. Beginnen Sie mit einer niedrigeren Dosierung und passen Sie diese je nach Ergebnis an.
Wann sollte man kein Stearin verwenden
In manchen Fällen ist Stearin nicht notwendig.
Bei fertigen Wachsblends sind oft bereits Zusatzstoffe enthalten.
Wenn Sie eine glänzende Oberfläche wünschen, ist Stearin weniger geeignet, da es eine matte Optik erzeugt.
Auch bei bestimmten Naturwachsen verzichten manche Hersteller bewusst auf Zusatzstoffe, um eine möglichst natürliche Ausstrahlung zu erhalten.
Fazit
Stearin ist eine wertvolle Ergänzung für alle, die selbst Kerzen herstellen. Es sorgt für härtere Kerzen, eine längere Brenndauer und eine gleichmäßigere Oberfläche. Durch gezieltes Experimentieren können Sie die Qualität Ihrer Kerzen verbessern und mehr Kontrolle über das Endergebnis gewinnen.


