Ursachen und Lösungen für perfekt haftende Kerzen im Glas
Wenn Sie Ihre eigenen Kerzen herstellen, kann es sehr frustrierend sein: Sie gießen eine wunderschöne Kerze, doch nach dem Abkühlen löst sich das Wachs vom Glas. Es entstehen Luftblasen, Hohlräume oder die Kerze scheint zu schrumpfen. Viele Menschen suchen deshalb nach Antworten auf Fragen wie „Warum haftet meine Kerze nicht am Glas?“, „Warum löst sich meine Kerze vom Glas?“ oder „Wie vermeide ich Luftblasen in einer Kerze?“
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich dieses Problem ganz einfach vermeiden. In diesem ausführlichen Blog erklären wir, warum sich Kerzenwachs vom Glas löst, welche Fehler häufig gemacht werden und wie Sie dafür sorgen, dass Ihre Kerzen perfekt am Glas haften.
Warum löst sich Kerzenwachs vom Glas?
Dass sich Kerzenwachs vom Glas löst, hängt fast immer mit der Temperatur, dem verwendeten Kerzenwachs oder der Vorbereitung des Glases zusammen. Während des Abkühlens schrumpft Kerzenwachs leicht. Sind die Bedingungen nicht optimal, zieht sich das Wachs von der Glaswand zurück.
Dies erkennen Sie häufig an:
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Luftblasen zwischen Glas und Kerzenwachs
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Weißen oder transparenten Rändern
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Sich vom Glas lösendem Wachs
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Hohlräumen an der Innenseite des Glases
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Einer Kerze, die nicht bündig am Glas anliegt
Bei einigen Wachsarten ist ein leichtes Schrumpfen völlig normal. Größere Luftspalten sind jedoch meist ein Zeichen dafür, dass während des Herstellungsprozesses etwas nicht optimal gelaufen ist.
1. Das Glas war zu kalt
Die häufigste Ursache ist ein kaltes Glas. Wird heißes Kerzenwachs in ein kaltes Glas gegossen, kühlt die Außenseite des Wachses sofort ab. Dadurch schrumpft das Wachs ungleichmäßig und löst sich schneller von der Glaswand.
Lösung
Wärmen Sie das Glas immer vor.
Das gelingt ganz einfach, indem Sie:
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das Glas einige Minuten in einen warmen Raum stellen,
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es kurz mit einer Heißluftpistole oder einem Föhn erwärmen,
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oder das Glas auf etwa 30 bis 40 °C bringen.
Dadurch kühlt das Wachs wesentlich gleichmäßiger ab.
2. Sie gießen bei der falschen Temperatur
Die Gießtemperatur ist entscheidend. Wird das Wachs zu heiß gegossen, schrumpft es beim Abkühlen stärker. Ist das Wachs dagegen zu kalt, kann es sich nicht optimal mit dem Glas verbinden.
Informieren Sie sich über die empfohlene Gießtemperatur Ihrer jeweiligen Wachssorte und verwenden Sie beim Kerzengießen immer ein zuverlässiges Thermometer.
3. Die Kerze kühlt zu schnell ab
Schnelle Temperaturwechsel führen fast immer zu Problemen.
Zum Beispiel wenn:
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ein Fenster geöffnet ist,
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die Klimaanlage läuft,
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die Kerze auf einer kalten Fensterbank steht,
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oder Sie in einer kalten Garage arbeiten.
Dadurch kühlt die Außenseite schneller ab als der Kern der Kerze. Lassen Sie Kerzen deshalb immer langsam bei Raumtemperatur abkühlen und vermeiden Sie Zugluft. Berühren oder bewegen Sie die Kerze während des Abkühlens möglichst nicht.
4. Das Glas wurde nicht richtig gereinigt
Fingerabdrücke, Staub oder Fett verhindern, dass das Kerzenwachs optimal am Glas haftet.
Reinigen Sie jedes Glas deshalb gründlich mit:
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Alkohol
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Isopropylalkohol
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einem fusselfreien, fettfreien Tuch
So kann das Wachs optimal mit dem Glas in Kontakt kommen.
5. Sie verwenden das falsche Kerzenwachs
Nicht jede Wachssorte wurde für Kerzen im Glas entwickelt. Manche Wachse eignen sich ausschließlich für:
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Stumpenkerzen
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Silikonformen
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Dekokerzen
Containerwachs besitzt spezielle Eigenschaften, die für eine bessere Haftung am Glas sorgen. Verwenden Sie deshalb immer Containerwachs, wenn Sie Kerzen in Gläsern herstellen.
6. Der Raum ist zu kalt
Auch die Raumtemperatur spielt eine wichtige Rolle. Arbeiten Sie beispielsweise bei nur 12 °C, schrumpft nahezu jedes Wachs deutlich stärker.
Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt in der Regel zwischen 20 und 25 °C.
7. Luftblasen beim Gießen
Manchmal scheint es, als würde sich das Wachs vom Glas lösen, obwohl in Wirklichkeit Luftblasen entstanden sind.
Das passiert beispielsweise wenn:
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zu schnell gerührt wird,
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das Wachs zu schnell gegossen wird,
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oder der Docht während des Gießens verrutscht.
Ruhiges und sorgfältiges Arbeiten verhindert viele dieser Probleme.
Ist es schlimm, wenn sich die Kerze vom Glas löst?
Nein, in den meisten Fällen nicht.
Besonders bei natürlichen Wachsen wie Sojawachs oder Rapswachs ist ein leichtes Schrumpfen völlig normal. Vor allem an kalten Tagen können kleine Luftspalten entstehen.
Solange der Docht mittig sitzt und die Kerze sicher abbrennt, hat dies in der Regel keinen Einfluss auf die Qualität. Erst wenn große Luftlöcher entstehen oder sich die Kerze stark verzieht, sollte die Ursache behoben werden.
Welches Kerzenwachs haftet am besten am Glas?
Für Kerzen im Glas werden hauptsächlich verwendet:
Diese Wachssorten wurden speziell entwickelt, um optimal am Glas zu haften.
Häufige Fehler beim Kerzengießen
Anfänger machen häufig dieselben Fehler:
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Glas nicht vorwärmen
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Zu heiß gießen
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Zu kalt gießen
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Die Kerze bei geöffnetem Fenster abkühlen lassen
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Falsches Kerzenwachs verwenden
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Glas nicht entfetten
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Kein Thermometer benutzen
Wer diese Punkte beachtet, kann die meisten Haftungsprobleme vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Warum entsteht eine Luftschicht zwischen meiner Kerze und dem Glas?
Das liegt meist an Temperaturunterschieden während des Abkühlens. Das Wachs schrumpft schneller als das Glas.
Ist sich vom Glas lösendes Kerzenwachs gefährlich?
Nein. Kleine Luftspalten sind normal und stellen in der Regel kein Sicherheitsrisiko dar. Sie beeinträchtigen lediglich die Optik.
Sollte ich meine Kerzengläser vorwärmen?
Ja. Vorgewärmte Gläser sorgen häufig für eine deutlich bessere Haftung des Wachses.
Welche Temperatur ist ideal zum Kerzengießen?
Ein Arbeitsraum mit einer Temperatur zwischen 20 und 25 °C liefert meist die besten Ergebnisse.
Kann Duftöl die Haftung beeinflussen?
Ja. Eine zu hohe Duftölkonzentration kann die Eigenschaften des Wachses verändern. Halten Sie sich deshalb immer an die empfohlene Dosierung Ihrer jeweiligen Wachssorte.
Fazit
Wenn Ihre Kerze nicht am Glas haftet, liegt die Ursache meist an der Temperatur, dem Abkühlprozess oder der verwendeten Wachssorte. Durch das Vorwärmen des Glases, die richtige Gießtemperatur, langsames Abkühlen und die Verwendung eines geeigneten Containerwachses lassen sich nahezu alle Haftungsprobleme vermeiden.
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